Geschichte des Clubs

Den „Föhrde-Club“ vorzustellen, erfordert einen Rückblick in seine bewegte Geschichte: Nach dem Ersten Weltkrieg gründeten Marineoffiziere nach Auflösung des Kieler Marine-Offiziers-Kasino (MOK) den „Skagerrak-Club“ mit einem eigenen Clubhaus.

In der sehr knapp gehaltenen ersten Satzung vom Juli 1920 wurde der Zweck des Clubs darin gesehen, „durch Schaffung von Gesellschaftsräumen den Mitgliedern Gelegenheit zur geselligen Vereinigung, Erholung und preiswerter Verpflegung zu geben.“ Nach 1933 wurden Organisationstalent und Flexibilität der Clubleitung auf eine harte Probe gestellt. Bei der Ausgestaltung der Clubräume reagierte man auf die von außen herangetragenen Wünsche (Abdecken der Kaiserbilder, Anbringen nationalsozialistischer Bilder und Symbole) überwiegend zurückhaltend und entsprach zumeist nur den Mindestanforderungen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Clubhaus bei einem Bombenangriff bis auf das Untergeschoss zerstört wurde. Neben dem Totalschaden des Gebäudes war auch der Verlust großer Teile der Einrichtung und der Weinvorräte zu beklagen. Die rechtzeitige Auslagerung wertvoller Bilder hatte noch größere Schäden verhindert.

Nach Kriegsende drohte ein Clubverbot mit der Folge einer Beschlagnahme des Clubvermögens.
Um dieses abzuwenden, war es dringend geboten, eine neue Clubkonzeption zu entwickeln und in einer zustimmungsfähigen Satzung zu verankern.

Eine weitere wichtige Maßnahme im Rahmen der Neuorientierung des Clubs war der Beschluss der ersten Hauptversammlung am 19. September 1945,  den Namen des Clubs in „Föhrde-Club“ zu ändern. Dabei sollte die alte Schreibweise „Föhrde“ an die Gründerzeit des Clubs erinnern.

Mit der neuen Satzung wurde die Öffnung des Clubs vorangetrieben. Willkommen war „jeder Mann, der geeignet erscheint, in der Gemeinschaft der Clubmitglieder heimisch zu werden.

Unter großem finanziellen Aufwand wurde das Clubhaus wieder aufgebaut und so ein zweites Zuhause für seine Mitglieder geschaffen.

In den repräsentativen Clubräumen erinnern viele Gemälde und Bilder an die Marine-Geschichte und die lange Tradition des Clubs. Seither hat der Club eine lebendige und beeindruckende Entwicklung erlebt.

Mit bis zu 250 Mitgliedern weit über Kiel hinaus ist nicht nur die beabsichtigte Öffnung gelungen, sondern auch ein vielfältiges Clubleben entstanden.